Das Shisha-Rauchen ist in Deutschland im Moment im Trend. Vor allem bei Jugendlichen, aber auch in den anderen Altergruppen, wird immer öfter zu der Wasserpfeife gegriffen, schließlich hat sie doch so einen wunderbaren Geschmack und wirkt total entspannend.
Ursprünglich kommt die Shisha aus Indien. Ihre heute bekannte Form entstand im 16. Jahrhundert in Ägypten. Noch heute ist sie in den orientalischen Ländern Gang und Gäbe. Seit dem 20. expandiert diese Tradition immer weiter in die Welt hinaus. Die größte Beliebtheit erlangte sie dabei in Europa. So ist es heute nichts Ungewöhnliches mehr, wenn sich ein paar Freunde zu einer gemütlichen Runde Shisha-Rauchen treffen.
Dazu benötigt man, neben der Wasserpfeife selber, noch Wasserpfeifentabak und –kohle. Der feuchte Tabak besteht aus Melasse, Glycerin, normalem Tabak und dazu entweder Aromastoffe oder Fruchtstückchen, wobei die Variante mit den Aromastoffen die häufiger verwendete ist. Es gibt dabei eine große Auswahl an Geschmacksrichtungen wie z.B. Apfel, Vanille, Kirsche oder Erdbeere.
Die auch als Fahma bezeichnete Wasserpfeifenkohle ist in der Regel Holzkohle. Darin kommen verbrennungsfördernde Mittel wie meistens Schwarzpulver vor. Neben dieser Variante gibt es auch noch Naturkohle, welche meistens aus gepressten Kokosnussschalen besteht. Diese sind zwar schwerer zu entzünden, brennen dafür aber länger.
Wann man diese Utensilien alle hat kann’s ja losgehen! Zuerst füllt man in den Wasserbehälter der Shisha normales Leitungswasser hinein – allerdings sollte man diesen nicht ganz voll machen. Jetzt befestigt man die Rauchsäule darauf, sie sollte dabei wenige Zentimeter in das Wasser hinein ragen. Nun werden die Schläuche befestigt. Danach legt man den Tabak in den Kopf der Shisha hinein und deckt ihn, nach dem aufsetzen des Kopfes auf die Rauchsäule, mit Alu-Folie ab (oder auch mit einem Sieb). Auf die Bedeckung wird als nächstes die glühende Kohle gelegt. Diese wird vorher mit einer Flamme, wie etwa die von einer Kerze, oder eines Brenners erhitzt. Und schon geht’s ab mit Rauchen!
Aber halt, was ist mit der Gesundheit? Die Meinungen zu diesem Thema gehen weit auseinander. Man kann aber wohl sagen, dass das Rauchen einer Shisha weniger schädlich ist, als das Zigarettenrauchen. Vorraussetzung dafür ist allerdings, dass man keine Drogen wie etwa Haschisch raucht. Dass würde die Schädlichkeit natürlich immens erhöhen. Wer aber die Finger davon lässt und sich nicht von den „üblichen“ Gefahren abschrecken lassen hat, der kann nun in Ruhe mal ’ne Runde Shisha qualmen und dabei einfach mal abschalten. Viel Spaß
June 4th, 2009 um 12:30 am
Ola!
Wie kommst Du darauf, dass eine Shisha durch die Verwendung von Haschisch gesundheitsschädlicher werden würde?
Das Gegenteil ist deutlich wahrscheinlicher, immerhin ist Nikotin eines der stärksten Nervengifte. Bei der Verbrennung von Tabak entstehen darüber hinaus erheblich mehr Benzole und Blausäure, als bei der gleichen Menge Cannabisrauch.
Hast Du für Deine These irgendwelche Belege?
Mit hanfigen Grüßen
Steffen
June 4th, 2009 um 9:07 am
Lieber Steffen,
In zahlreichen Studien wurde die höhere Schädlichkeit von harten Drogen gegenüber Drogen, wie dem normalen Tabak, bewiesen. Hanf zum Beispiel schädigt die Lunge stärker als eine normale Zigarette, da sie einen hohen Teer-Anteil hat. Außerdem steht sie im dringenden Verdacht, dass Gehirn zu schädigen.
Eine weitere Gefahr besteht in dem Rausch, den du durch die Droge bekommst. Unüberlegte und fahrlässige Handlungen können die Folge sein.
Hinzu kommt das meistens hohe Suchtpotenzial, welches zu schlimmen Entzugserscheinungen führen kann – schlimmer, als wie beim Tabakentzug. Eventuell ist man dann ein ganz anderer Mensch.
Aus diesen Gründen halte ich härtere Drogen für wesentlich gefährlicher.
Das Team von shishablog.net
June 7th, 2009 um 3:10 pm
Ola!
Es ist fahrlässig von “Harten und Weichen Drogen” zu sprechen. Wenn überhaupt gibt es riskante und risikoarme Konsummuster. Wer 20 Sihsha am Tag raucht, der lebt mit Sicherheit gefährlicher als der, der ein paar Joints konsumiert.
Davon abgesehen: Die aktuellste mir vorliegende Studie zu den Inhaltsstoffen von Tabak- bzw. Cannabisrauch heißt “A Comparison of Mainstream and Sidestream Marijuana and Tobacco Cigarette Smoke Produced under Two Machine Smoking Conditions” und wurde am 07.12.2007 vom kanadischen Gesundheitsministerium veröffentlicht.
In der Studie kommen die Forscher zu dem Ergebnis, dass Cannabisrauch im Gegensatz zu Tabakrauch keine Nitrosamine und geringere Konzentrationen von Quecksilber, Kadmium, Blei, Arsen und Carbonylverbindungen enthält.
Dazu kommt, dass die Konsumhäufigkeit (also die Anzahl Konsumerlebnisse über ein bestimmten Zeitraum) bei Tabakkonsumenten deutlich höher liegt. Dies liegt in erster Linie daran, dass die Nikotinkonzentration cirka eine halbe Stunde nach dem Konsum bereits wieder unter den “Wohlfühlpegel” sinkt, während dies bei Cannabis in der Regel zwischen 60 und 120 Minuten dauert, bis die Konsumenten kein Rauschgefühl mehr haben.
Im Übrigen hat Nikotin eindeutig das höchere Suchtpotential – Mehr als 80 Prozent der regelmäßigen Tabakraucher sind abhängig (inkl. Entzugserscheinungen bei Konsumverzicht). Dem stehen nur 2-5 Prozent Abhängige unter den regelmäßigen Cannabisrauchern gegenüber.
Hirnschäden sind durch Cannabiskonsum nicht bekannt – wohl aber durch Nikotin, das eines der stärksten Zellgifte ist.
Insgesamt ist es entweder ein Zeichen mangelhafter Recherche oder bewusste Falschinformation davon zu sprechen, dass Sishas mit Tabak “gesünder” seien als solche mit Haschisch.
Wenn Du tatsächlich glaubst, Tabak sei weniger riskant, dann können wir uns ja gerne mal treffen und ein einfaches Experiment machen: Ich esse ein Gramm Cannabis und Du ein Gramm Tabak.
Wollen wir wetten, wessen Körper sich mit heftigen Bauchschmerzen, Erbrechen und Stressreaktionen gegen die “Droge” wehren wird?
Mit hanfigen Grüßen
Steffen
P.S. Ich beschäftige mich seit 10 Jahren intensiv mit Drogenpolitik und habe unter anderem das Buch “Rauschzeichen – Cannabis: Alles was man wissen muss” geschrieben. Meine Informationen sind also nicht aus der Luft gegriffen und werden hoffentlich nicht als “getrolle” abgetan
June 8th, 2009 um 7:43 am
Hallo Steffen,
da Ich mich nicht speziell mit dem Thema Cannabis befasst habe, kenne ich nicht alle Risiken, welche es im Vergleich zum Tabak mit sich bringt. Für unseren Körper sind beide in der Regel nicht die beste Medizin und bringen ihre Gefahren mit sich.
Außerdem weist Du sicher selber, dass es eine Vielzahl an Drogen gibt. Und eine Menge davon sind gefährlicher als Tabak. Und dabei meine ich nicht nur sie Suchtgefahr und den “sofortigen” Schaden, den man dadurch erhält, sondern auch das zusammenwirken mit anderen Substanzen wie Alkohol, was z.B. zu schweren Herz-Kreislauf-Störungen führen kann.
Ich jedenfalls Rate von dem Konsum solcher Mittel ab. Ob du dennoch solche Substanzen zu dir nimmst (und da bin ich ziemlich überzeugt davon) ist natürlich deine Sache
Das Team von shishablog.net
July 6th, 2009 um 8:07 pm
Hi,
ich glaub jede Droge ist nur so schlimm, wie häufig man sie einnimmt. Ich kann mich mit Alkohol umbringen.. und trotzdem trinken viele am Abend ein zwei drei Bier.. ist halt immer eine Frage der Menge.
Denke auch dass ein bisschen Gras nicht umbringt, auch wenn ich damit selber natürlich keine Erfahrung habe. Ich denke aber auch genauso, dass Shisha einem nicht weiter schadet.. wie sonst sollten wir alle noch leben?
Wie hat mal jemand so schön gesagt: Alles was Spass macht, ist ungesund.. und irgendwo hat er ja teilweise auch recht oder?
Leben wir lieber das leben, bevor wir nur drüber nachdenken wir es zu ende gehen könnte und warum.
Schöner Blog übrigens.
Gruß Xandi